Ritterhude. Der neue Bundesverkehrswegeplan, in dem das Bundesverkehrsministerium die Ortsumgehung Ritterhude – die sogenannte B 74 neu – in den „vordringlichen Bedarf“ eingestuft hat, steht jetzt auch vor der parlamentarischen Fertigstellung. Wie der Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt mitteilt, sei der finale Sachstand in der vergangenen Woche der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorgelegt worden. „Die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans erfolgt über drei Ausbaugesetze, die im Dezember im Bundestag verabschiedet werden sollen“, erklärt Mattfeldt: Schienenwege, Fernstraßen und Wasserstraßen.

„Die Projekte im vordringlichen Bedarf müssen vor allen anderen Projekten umgesetzt beziehungsweise begonnen werden“, erläutert Mattfeldt weiter. Der Abgeordnete sagt, er habe sich für die „B 74 neu“ seit 2009 eingesetzt, weil damit Ritterhude und Scharmbeckstotel langfristig vom Verkehr entlastet würden. Durch den Bau der Umgehungsstraße solle weniger durch die Ortsdurchfahrten fließen. Ritterhude würde vorausscihtlich um 17 Prozent vom Durchgangsverkehr entlastet, Scharmbeckstotel sogar um etwa 46 Prozent. In der Regel geht mit einer verkehrlichen Entlastung auch eine Erhöhung der Verkehrssicherheit einher. Mattfeldt spielt den Ball nun der rot-grünen Landesregierung zu: „Nach der Einstufung in den vordringlichen Bedarf muss dieses Vorhaben konsequent und zielstrebig fortgeführt werden. Jetzt steht das niedersächsische Verkehrsministerium in der Pflicht, die weiteren Planungen schnell voranzubringen.“
(Michael Schön, Weser Kurier 26.11.2016)